Samstag, 2. April 2016

Jupiter am ASW-Workshop

Die ASW-Workshops finden ja bei jedem Wetter statt. Beim April-Workshop konnte man Sterne sehen, aber nicht viel mehr. Dafür war das Seeing zwar nicht perfekt, aber auch nicht schlecht. Und Jupiter war noch fast in der Oppositionsstellung. Also wurde der 14-Zöller mal "ausgeführt". Man sah auch visuell allerlei Detail in den Streifen. Verschiedene Webcams, unter anderem Konnis ASI 120 MM, wurden verwendet. Die Besucher des Workshops staunten nicht schlecht, wie schnell Jupiter doch rotiert und wie schnell der Große Rote Fleck über die Planetenscheibe wanderte.


Dienstag, 19. Januar 2016

Komet Catalina in der ASW

Am Morgen des 19.1.2016 fotografierten Hartwig Lüthen und Jürgen Hill den
C/2013 US10 (Catalina) in der Außensternwarte. Hier mal eines der Bilder, aufgenommen mit einem 75/365mm Apo, der parallel an unserer El Capitan hing.



Samstag, 9. Januar 2016

Frigga besucht Handeloh




Am 9.1. hatten wir mal wieder einen ASW-Workshop. Der Sinn dieses Treffens ist, dass Neulinge die Sternwarte zu einem vorher festgelegten Termin besuchen können. Hier kann jeder eine Einweisung in die Geräte erhalten. Das Wetter war immerhin so, dass man Sterne sehen konnte. Wir versuchten, die Fragen der Teilnehmer zu adressieren: Wie kann man die Handbox der Montierung bedienen, wie fahre ich ein Objekt an? Wie kann man eine Kamera an unseren Astrographen hängen? Kann man Montierung und Kamera auch über einen Rechner steuern? Ein gutes Zeichen ist immer, wenn die Teilnehmer das Teleskop nach einiger Zeit "übernehmen" und man nur noch für Smalltalk verantwortlich ist.
Da fragte Kleinplaneten-Fan Joachim Ekrutt: "Kann man mit der Handbox auch Kleinplaneten anfahren?" "Nein, aber über den Rechner". Da wir gerade in der hellen Dämmerung die Plejaden als Übungsobjekt verwendet hatten, kam mir eine Idee. Die Plejaden waren nicht so weit vom Oppositionspunkt entfernt und sind nahe der Ekliptik, da muss es doch Kleinplaneten an jeder Ecke geben. Ein Blick auf Guide: Ja, da steht z.B. der Kleinplanet 77 Frigga mitten in dem Sternhaufen! 12. Größe, da muss doch was gehen. Objekt zentrieren, Foto machen. Mehr als 15 Sekunden Belichtungszeit ist in der hellen Dämmerung nicht drin, aber genau an der richtigen Stelle steht ein Stern, der in Guide nicht verzeichnet ist. Joachim war völlig von den Socken, dass so ein "schwaches" Objekt so einfach mal eben zu dokumentieren ist. 


Montag, 28. September 2015

Blutmond am Montag Morgen


Mondfinsternis, und der Mond in Erdnähe: Schon berichtet die Presse vom größten Blutmond aller Zeiten. Die Wettermodelle versprachen keine völlig sichere Sichtbarkeit der Finsternis, weshalb etliche Sternfreunde ihr Glück woanders suchten. Dennoch - dafür, dass es der Morgen eines Werktags war und die 2. Nachthälfte, war die Sternwarte gut besucht. Ulli Rieth gelang u.a. ein Bild durch unseren Astrografen mit einer DSLR.

Er schrieb dazu in Meteoros.de
Ich war in der Außensternwarte der GvA Hamburg in Handeloh und habe mit dem dortigen 31.7 cm f/4.28 Astrographen fotografiert. Damit gab's dann in der partiellen Phase Belichtungszeiten von 1/1600s bei ISO 100. In der Nordheide hatten wir eine leichte, aber sehr transparente Hochnebeldecke, die mit zunehmender Verfinsterung aufgrund der fehlenden Anleuchtung praktisch unsichtbar wurde. Vorher gab es tolle Mondcoronen mit bis zu 5 Ringen, aber ab etwa Mitte der partiellen Phase verschwand die Corona und die Sterne wurden mehr und mehr, bis zu einem ganz netten Blick auf die Milchstraße. Zudem hatten wir schöne Bodennebelschwaden, die sich mal mehr und mal weniger hoch auftürmten. Ein phasenweise toller Anblick, wenn man sich mal vom Mond losreißen konnte.
Insgesamt war es für mich, wie für viele andere von denen ich gehört habe auch, die bei weitem dunkelste MoFi meiner Beobachtungshistorie. Wo man sonst noch türkis und blautöne in der Mondfärbung sehen konnte, gab es diesmal einfach nur braun bis schwarz, orange und am Rand leichtes gelb.
Was für mich am beeindruckendsten war, war die Analogie zu totalen Sonnenfinsternissen.
Bereits beim Beginn der totalen Verfinsterung, aber besonders spektakulär am Ende, gab es vom Aussehen her tolle Diamantring-Effekte.

 

Foto: U. Rieth, 4s, 400 ISO

Freitag, 21. August 2015

Eine ganze Nacht M31

Freitag - und ein klares Wochenende steht bevor. Der Mond ging, obwohl halb, bereits bei Beginn der astronomischen Nacht unter. Am Ende waren wir zu siebt. Wir beschlossen, getreu dem Motto "2 Stunden Gesamtbelichtungszeit ist nur ein Schnappschuss" mit verschiedenen kleineren Geräten, die auf der El Capitan mitfuhren, die ganze Nacht auf den Andromedanebel zu halten.
 Foto: Dietrich Kracht


Foto: Hartwig Lüthen

Es hat sich gelohnt. Hier ein Ergebnis durch eine  kleinen 75mm Apo.

Als die Nachführung funktionierte, hatten wir genug Zeit, mit dem großen Dobson die schönen Objekte des Sommerhimmels zu genießen.


Hartwig