Samstag, 10. Mai 2008

10.05.2008: Spontane Astronomische Zusammenrottung

Carolin Liefke besuchte die Außensternwarte am 10.5.2008, einer der letzten Nächte der "Schönwetterkatastrophe" . Sie berichtete darüber im Astrotreff-Forum folgendes:

"Nachdem ich den Nachmittag über fleißig arbeiten war, kam ich nicht mehr rechtzeitig zum Stammtisch, aber Wolfgang und Oliver warteten auf mich und es ging gen Handeloh. Kurz vor Sonnenuntergang trudelten wir dort ein. Karsten und Harry waren schon da, und ich beeilte mich, nach Sonnenuntergang noch ein paar Stimmungsbilder mit Merkur zu schießen:

Der Mond in Kombination mit dem Mars, der ja erst am Nachmittag von erstem bedeckt worden war, mußten auch noch auf den Chip.
Hartwig und Johann trudelten ein, und Hartwig machte das große Hauptrohr fertig. Der Mond stand als großer Flammenwerfer im aschgrauen Licht am Himmel. Ich hängte meine Pentax K10D mal schnell an den als Sucher dienenden ED100 und bannte ihn auf den Chip:


Länger belichtet wird das aschfahle Licht sichtbar und der Terminator kommt gut heraus

Fotografieren durch das Hauptrohr wurde etwas schwieriger. Der eigentliche Okularauszug war nämlich zur Reparatur eingeliefert und man mußte mit einer einfachen Drawtube Vorlieb nehmen. Das eine oder andere Mondbild gelang dann doch.


Als nächstes sollte Saturn abgelichtet werden, doch ich hatte völlig vergessen, daß mein Kameraakku schon ITV und die Mond-Merkur-Konstellationen der letzten Tage überstanden hatte. Nachdem wir mühselig die Barlow an der richtigen Stelle der Verlängerungshülse eingeklemmt hatten, war nach einem ersten Testbild leider Schluß.
Wolfgang hatte Olivers Newton, Johanns Starfinder, Harrys Lightbridge auf EQ-Plattform und Karstens SC noch seinen Genesis gestellt, und ich hatte meine Nagler auf seinem praktischen Projektortisch abgetellt. Ab sofort gings auch für mich visuell weiter. Der Mond war aber doch schon recht störend hell, und inzwischen wird es in unseren breiten erst nach Mitternacht richtig dunkel. Trotz nicht optimalen Bedingungen konnten wir noch einige Standardobjekte und vieles, was ich erst letzte Woche auf dem ITV zuletzt gesehen hatte, mit den geräten in Augenschein nehmen.
Gegen halb zwei stellten wir plötzlich fest, wie spät es schon ist. Der Mond war zwar noch nicht ganz hinter dem Horizont verschwunden, aber die meisten von uns waren durch die varangegangenen Beobachtungsnächte doch schon einigermaßen strapaziert, und wir entschlossen uns zum kollektiven Aufbruch."
Caro"