Samstag, 4. September 2010

04.09.2010: ASW-Workshop extrem! Fast schon ein Teleskoptreffen


Nicht nur unsere Geräte in der Sternwarte wurden am ASW-Workshop fleißig benutzt, sondern auch etliche Geräte vor der Hütte. Vom ganz kleinen bis zum ganz großen Dobson war alles vertreten! Es wurde vor allem gespechtelt. Fotografiert wurden ausnahmsweise nur die Sternfreunde und ihre Aktivitäten. Was für eine Entwicklung die Außensternwarte doch seit 2007 gemacht hat! Früher war die ASW "auch noch da", jetzt ist sie ein neben den Workshops, dem Sternkieker und den KS-Vorträgen der meistgenannte Grund, in die GvA einzutreten.


Samstag, 21. August 2010

21.08.2010: Erstes Jupiterfoto

Einer der Gründe für die Anschaffung des neuen 14" ACF war der Wunsch, Webcamaufnahmen von Mond und Planeten mit hoher Auflösung anfertigen zu können. Der 14" Newton hatte massive Probleme mit Tubus-Seeing, so dass diesbezügliche Versuche immer unbefriedigend bleiben mussten. Umso gespannter sahen wir den ersten Versuchen am ACF entgegen. Am 21.8 kam erstmals alles zusammen. Ein einigermaßen brauchbares Seeing, und Jupiter stand hoch am Himmel.

Der Mond links ist Europa. Dieser warf dann alsbald einen Schatten auf den Planeten:

Alle Aufnahmen mit DMK 21AF02, 2X Barlow. Das untere Bild ist ein RRGB, das obere ein R+G-RGB. Gestackt mit AVI-Stack

Freitag, 6. August 2010

06.08.2010: Tests am neuen Teleskop


Das Wetter war wolkig. Trotzdem fuhren wir (Konni und ich) heute in die Außensternwarte, um einmal ein wenig mit dem neuen Teleskop herumzuexperimentieren. Vor allem wollten wir mal verschiedene Reducer vergleichen. Hierzu machten wir ein paar kurz belichtete Bilder heller Objekte.

3500mm Brennweite sind für helle planetarische Nebel durchaus geeignet, wie hier am Beispiel des Ringnebels gezeigt.

4 Bilder 60-120 Sekunden, kein Guiding, 350Da. Das Gesichtsfeld wird hier nur im Zentrum gezeigt, es ist bis in die Ecken des DSLR-Formats scharf ausgeleuchtet.
Auswertung mit Unimap ergab f=3502mm, f/9.8

Mein Giant Easy Guider (ich hab ihn mal in der ASW geparkt, er steht allgemein zur Verfügung) ergibt 1880mm, f/5.3




Im äußeren  Drittel des Gesichtsfeldes sind die Sterne schon komatisch; diesen Teil hab ich hier weggeschnitten. Man kann die Stellung des Reducers auch verändern, dann wäre f/6.8 erreichbar. Das wird das nächste Mal erprobt.

Konni hatte noch einen Original-Meade Reducer dabei. Er macht 2325mm f/6.53. Er bildete in den Ecken etwas besser ab als der Giant Easy Guider.


Auch die Planetentauglichkeit des 14-Zöllers musste untersucht werden. Leider zogen permanent Wolken während der Aufnahme durchs Gesichtsfeld, und das Seeing war nicht ganz katastrophal, aber auch nicht gut. DMK, R+G-RGB (Astronomik) bei f/24.




Samstag, 31. Juli 2010

26.-31.07.2010: Neues Teleskop in der ASW

Wir haben lange geplant, diskultiert und die Finanzierung gesichert. Dann wurde beschlossen, dass wir den alten 14"-Newton durch etwas Moderneres ersetzen. Die El Capitan ist ja stabil genug, um zwei moderne Teleskope zu tragen. Also werden wir ein 14" Advanced Coma Free Schmidt-Cassegrain von Meade (ACF) und einen sehr lichstarken astrographischen Newton montieren, um Deep-Sky-Photographie bei verschiedenen Brennweiten und Mond-Planeten-Webcamphotographie auf hohem Niveau betreiben zu können. Mittelfristig werden wir auch einen zerlegbaren großen Dobson anschaffen, für unsere visuellen Deepsky-Freunde.
Während wir noch immer überlegen, welchen der am Markt vorhandenen superlichstarken Astrographen wir anschaffen möchten, ist der 14" ACF am 26.7. bereits montiert worden.  Nach 4 Stunden Schrauberei ....
sah es dann so aus:

Oben ist der 14-Zöller zu sehen, unten eine 250mm f=1400mm Astrokamera, die Konstantin freundlicherweise zur Verfügung stellte. Sie gibt schon mal einen Vorgeschmack auf das, was wir von unserem Astrographen erwarten dürfen


Natürlich sind auch in der neuen Konfiguration  genug Schienen für Eure mitgebrachten Privatgeräte vorhanden. Da die neue Kombi weniger wiegt, darf es auch gerne etwas mehr wiegen.
Etwas wehmütig war uns schon zumute, als wir unseren Veteranen, den 14" f/6 Newton, endgültig in Rente schickten:

Aber vielleicht wird seine Optik ja noch anderen Sternfreunden von Nutzen sein.
Schon am 30.7. kam es dann zum "First Light". Leider war das Seeing nicht toll, und der Mond störte etwas. Visuell konnten wir aber erstmals in der ASW den Ringnebel-Zentralstern bei 580X sehen. Auch die Sternabbildung sah gut aus - wir sind sehr sicher, dass wir eine gute ACF-Optik erwischt haben. Ganz überrascht hat uns das nicht, denn sie war bei einem bekannten süddeutschen Optiktester auf der Bank gewesen.
Zunächst einmal stellten wir fest, dass wir im Vergleich zum Vorzustand viel mehr Platz in der Hütte haben - für eine Vereinssternwarte ist das natürlich eine gute Nachricht. Statt auf Leitern herumzuturnen, dürfen wir jetzt sitzen.

 


Einer alten ASW-Tradition entsprechend musste der Ringnebel M57 für das "First Light" herhalten:


Danach stand der Mond so hoch, dass sich an ihm versuchen konnte. Leider war das Seeing inzwischen so richtig schlecht. Dennoch soll das Ergebnis unserer Erstbeobachtung hier natürlich gezeigt werden: Der Krater Theophilus
Naja, wir werden auch Nächte mit gutem Seeing haben, und dann wird zugeschlagen!
Zum Abschied noch ein Jupiter, für den das selbe gilt:
Jupiter, 30/31.7.2010, 14" f/8 @ f/24. DMK mit 656nm IR-Pass-Filter. Foto Hartwig Lüthen

Gegen 2:00 nachts verließen wir die ASWt, voller Optimismus für die kommenden Jahre. Nur um gegen 14:00 an den Tatort zurückzukehren. Ein Bauer im Dorf hatte Gehwegplatten übrig, und diese Chance musste genutzt werden. Uns nervt seit einiger Zeit, dass wir immer so viel Heidesand in die Sternwarte schleppen. Nach einer größeren Gartenaktion konnten wir einen kleinen Zugang der ASW verlegen. Vor allem Michael wusste, wie man mit Gehwegplatten umgeht!


Donnerstag, 8. Juli 2010

08.07.2010: Bedeckung Delta Oph. durch den Kleinplaneten Roma

Am 8.7.2010 bedeckte der Kleinplanet Roma Delta Oph., einen Stern 3. Größe. Die vorhergesagte Zentrallinie verlief wenige Kilometer von Handeloh entfernt.
Das Wetter entschied sich in letzter Minute dazu, mitzuspielen. Eine Reihe von Leuten versuchten das "Ausknipsen" des Sterns für wenige Sekunden zu erfassen.

Siegi hatte sein Lidlscope vor dem Container aufgebaut und freute sich, dass seine frisch erstandene neue  GOTO-Montierung den Stern schon in der hellen Dämmerung korrekt anfuhr

Konni ....

...Wolfgang und Hartwig  machten das Fernrohr klar
Jan....
... und Dirk versuchten es visuell:
Hier wird versucht, mit einer Videokamera den Stern zu erfassen...
es funktioniert, und wir konnten sogar ein Zeitsignal einblenden...
 Aber es passierte NICHT.
Der Stern blieb die ganze Zeit gleich hell, da half auch eine nachträgliche Auswertung des Videos nichts...
Wie es aussieht, wenn was passiert, demonstrierte Marcus Mettling bei Itzehoe, der den Stern mit einer Webcam erfasste,



Eine entsprechende Kurve sieht so aus:
Fazit: Auch eine negative Beobachtung kann Spaß machen und hilft bei der endgültigen Festlegung des Schattenpfads. Dieser verlief also mehr als ein Streifendurchmesser nordwestlich der erwarteten Linie.


Hartwig

Fotos auf dieser Seite von Jan Spieske und Dirk Eckhoff.

Samstag, 17. April 2010

17.04.2010: Ein paar Impressionen aus der ASW

Am 17.4. war mal wieder echt etwas los in der ASW.  Nicht nur wurde in der ASW viel fotografiert, sondern es waren auch wieder viele Fernrohre vor dem Container aufgebaut.









Samstag, 10. April 2010

10.04.2010: ASW-Workshop

Am 17.4. war mal wieder echt etwas los in der ASW.  Nicht nur wurde in der ASW viel fotografiert, sondern es waren auch wieder viele Fernrohre vor dem Container aufgebaut.

Eine Astronacht in der ASW ist immer eine gute Gelegenheit, ein neues oder neu erworbenes Gerät auszutesten und anderen Sternfreunden zu zeigen:
Ein besonderer Tag war der 10.4. für Sven, der von Rüdiger Heins einen "kleinen" 16-Zoll Dobson übernommen hatte, den er hier vorstellte:


und Ulrich testete seinen selbst gebauten 15cm f/4 Foto-Newton erstmals auf Herz und Nieren. Auf der stabilen "El Capitan" gelang ihm ein Foto des Galaxienpaars NGC 4490 und 4485.
 

Donnerstag, 8. April 2010

6-10.4.2010(Extra-)galaktische Bilder

Im April gibt es wenige großflächige Objekte zu sehen, dafür aber viele viele ferne Galaxien. Weil die so weit weg sind, ist die Brennweite eines mittelgroßen Amateurgeräts einfach noch recht klein. Da traut man sich schon einmal an die 2116mm des Hauptrohr heran. Und wenn man die Einzelbilder nicht zu lange belichtet, braucht man bei der superpräzisen Nachführung gar nicht zu guiden.

Konstantin von Poschinger gelang dieses Abschiedsbild des Orionnebels mit seinem 160mm Astrophysics-Apo auf der Mach1.

Was auch mit kleinen Brennweiten alles im Virgohaufen identifiziert werden kann, zeigt dieses Bild von Daniel Schenck mit seinem Sky 90 Apo:

Dass es auch mit Spiegelfernrohren geht, beweist dieses Bild der Spiralgalxie M101. Hartwig Lüthens 15cm Meade Schmidt-Newton (f=750mm)  saß als Passagier auf der El-Capitan-Montierung.

Das gleiche Fernrohr hielt die Edge-On-Galaxie NGC4565 fest:

Den Vogel schoss Daniel Schenck mit einem Foto durch das Hauptrohr ab. Dieses Foto der Sonnenblumengalaxie M63 zeigt nicht nur enorm viel Detail, sondern auch Sterne und schwache Galaxien bis zur 21. Größe:

NGC 4490 und NGC 4485 sind ein bekanntes Beispiel für interagierende Galaxien, erfordern aber eine hohe Bildauflösung. Diess Foto von Konstantin von Poschinger durchs Hauptrohr zeigt einiges an Detail. Das Beste: Man braucht einfach nur eine Digitalspiegelreflexkamera ans Hauptrohr zu hängen und kann mit relativ wenig Aufwand derartige Bilder aufnehmen. Aufnahme während des ASW-Workshops vom 10.4. - kurz bevor die Wolken kamen...

Hier noch einmal ein Ausschnitt des selben Bildes.