Freitag, 28. Januar 2011

28.01.2011: Endlich mal wieder klar!

Nach fast drei Monaten furchtbaren Wetters wurde es am 28.1.2011 endlich mal wieder klar. Fast 20 Beobachter trrafen sich in der Außensternwarte. Eine Reihe neuer Dobsons wurde getestet. Rüdiger Heins hatte seinen 24-Zöller dabei. Hier gab es atemberaubende Blicke auf z.T. schwierige Winterobjekte, wie zum Beispiel den Pferdekopfnebel.
Die Fotografen ließen sich ebenfalls nicht lumpen:

• Daniel Schenck schlug gleich doppelt zu:
Er fotografierte im Hauptrohr die sehr strukturierte Galaxie NGC 2903 im Löwen



...und vor der Hütte stand sein kleiner Sky90-Apo und fotografierte den Quallennebel



  • Jan Spieske testete sein neues Astrojan Tool für die EOS-Kameras mit seinem mitgebrachten 20cm Newton :

  • ...und natürlich auch ein anderes Winter-Showobjekt, den Rosettennebel:



      Hartwig Lüthen testete seinen neuen Astrotrac vor dem Container mit einem 300mm Tele - naja, ein Testfoto eben

    Alles in allem ein schöner und lang ersehnter Einstieg in ein neues Astrojahr.

    28.01.2011: Abenteuer mit kleiner Brennweite

    Wolfgang Moldenhauer hängte  seinen kleinen Apo, einen TS 70/420mm ED-Refraktor, parallel zum Hauptrohr und nutzte die gute Nachführung der El Capitan. Mit dem verwendeten Reducer/Flattener betrug die Brennweite nur 355mm.  Trotzdem sieht man schon allerlei Detail in der Galaxie:

    Aber das ist nicht alles. Bei genauerem Hinsehen entdeckte er eine Spur auf dem Summenbild. Offenbar hatte sich ein Kleinplanet verewigt. Und wo einer ist, sind auch mehr! Eine Suche mit Guide und MPCORB.DAT ergab noch weitere Identifikationen:

    Identifiziert wurden:
    1209 Pumma (15,6 mag)

    3995 Sakaino (16,2 mag)

    und 5777 Hanaki (16,9 mag)

    Vor 20 Jahren wäre man mit der erzielten Grenzgröße bereits bei der Entdeckung neuer Kleinplaneten voll mit im Spiel gewesen. Aber auch heute ist es doch lohnend, seine Deepskyfotos mit größeren Feldern einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.