Montag, 28. Mai 2012

27/28.5.2012: Ein Wolkenkrimi

Die Wettermodelle sagten eine gute Nacht mit guter Durchsicht und relativ gutem Seeing voraus. Grund genug, trotz Mondlicht und Mitternachtsdämmerung noch einen Versuch in der ASW zu wagen.  Etliche Sternfreunde hofften  auf eine schöne Nacht zum Pfingstmontag.

Noch in der Dämmerung versuchte Hartwig, den Ringplaneten mit dem 14-Zöller und einer DMK 618-Kamera abzulichten. Leider war das Gerät noch nicht perfekt ausgekühlt.

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Dann aber bildeten sich aus dem Nichts dicke Wolken. Daniel Hazell ließ sich nicht abschrecklen und hängte seine Canon EOS 400D an den Astrographen. Er fotografierte immer dorthin, wo die Wolken nicht ganz so dicht waren und belichtete Serien mit 2-Minuten-Aufnahmen, ohne Guiding.  Hab mir mal erlaubt, seine Resultate "quick and dirty" durch den Deepskystacker zu jagen. Hier sein M51, nur 10 Bilder a 2 Minuten).

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Als M13 in einem Wolkenloch erschien, wurde auch er aufs Korn genommen: Allerdings reichte das Wolkenloch nur für 5 Bilder a 2 Minuten.
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Als es dort zuzog, wurden noch ein paar Bilder von M108 angehängt. Leider zu wenige, und leider dämmerte es auch schon ziemlich stark.


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Somit erwies sich unser der Astrograph als Wolkenbohrer: Weil er so lichtstark ist, reichen nur wenige kurz belichtete Blilder, um schon ganz nett etwas zu zeigen.

Sven und Sacha amüsierten sich vor dem Container, vor allem mit Svens 16" Dobson, der atemberaubende Blicke auf die Ziele, die sich in den Wolkenlöchern boten, lieferte. Trotz oder wegen der schlechten Bedingungen hatten wir zudem eine Menge Spaß und nutzten die Lage für satirische Sprüche und allerlei Klönsnack.

So sind es nicht immer die perfekten Nächte, die schöne Astroerlebnisse bieten.

Hartwig