Freitag, 25. April 2014

Wochenende - und eine relativ klare Nacht um Neunond. Es war ein kleines Teleskoptreffen herum, und natürlich musste der hier eingeweiht werden:

unser neuer 53cm f/3.85 Großdobson. Schon am Nachmittag hatte die GvA-Task-Force ein paar Platten verlegt und den neuen Aufbewahrungscontainer in der vorgeschriebenen Tarnfarbe gestrichen.  Der Dobson erwies sich auf seinen Rädern als gut manövrierbar und auch am Himmel als gut beweglich. Er erlaubte sehr schöne Anblicke der wesentlichen Deepsky-Objekte, und in den Spiralarmen von M51 waren Details erkennbar. Olliver Rensch (Bild) nutzte die Gelegenheit zu interessanten Vergleichen von Okularen, denn die Okularbeschaffung will ja bei einem derart lichtstarken Gerät wohl durchdacht sein.

Drum herum steppte der Astrobär:








Mit einem kleinen Refraktor fotografierte Hartwig Lüthen  Markarjan's Chain.

... während Konstantin von Poschinger das gleiche Objekt am 12.5" Astrographen mit einer 8300er CCD-Kamera ablichtete.

Erst gegen 5:00 morgens waren wir wieder in Hamburg. Um kurz nach 13:00 wieder bei der GvA-Hauptversammlung in Allermöhe einen ausgeschlafenen Eindruck machen zu dürfen.



Montag, 6. Januar 2014

Neujahrsbeobachtungen

Irgendwie hat der Jahreswechsel 2013/14 durchaus namibische Züge. Obwohl es sich gar nicht so nach Schönwetterkatastrophe anfühlte, war fast jeder Tag in der ersten Jahreswoche war für mich ein Astrotag: Am 31.12. und 1.1. gab es recht große Protuberanzen zu fotografieren, am Abend des 1.1. gelang mir ein Jupiterbild. Am Morgen des 3.1. klarte es wieder auf, und ich konnte im Norden Hamburgs bei bestem Wetter Komet Lovejoy fotografieren. Und ich konnte gar nicht alle Gelegenheiten nutzen (man muss ja auch mal schlafen!) Am 4.1. war dann (bei schlechtem Wetter) der Sternwartenworkshop in Handeloh. In der Nacht vom 5. auf den 6.1. hatte der Wetterbericht schon wieder gutes Wetter vorhergesagt.Grund, spontan mit den Öffis nach Handeloh zu fahren. Dort angekommen, war der Himmel aber komplett zugezogen. Offenbar ist zu großes Vertrauen in die Meteorologen nicht angebracht. Die Wolken lösten sich aber, als keiner so recht mehr damit rechnete, komplett auf, und es blieb bis 2:00 morgens sehr klar mit mäßigem Seeing.

Wieder hatten wir den 12" Astrographen in  Betrieb. Jürgen und Wolfgang hatten ihre kleineren Geräte mit 500mm Brennweite (Apo und Russentonne) parallel gehängt.

Zielgebiete waren die H-alpha-Gebiete in den Zwillinge. Hier mal  der Supernovaüberrest IC 443 in den Zwillingen


und gleich daneben mal NGC 2174/5S. Letztere kriegten aber nicht so viel Belichtungszeit ab, denn dann zogen schon wieder die ersten Wolken auf. Aber das war auch gut so, denn irgendwann muss man ja auch mal wieder schlafen.

Insgesamt aber ein schöner Jahresauftakt 2014 in Handeloh. So kann's weitergehen