Montag, 28. September 2015

Blutmond am Montag Morgen


Mondfinsternis, und der Mond in Erdnähe: Schon berichtet die Presse vom größten Blutmond aller Zeiten. Die Wettermodelle versprachen keine völlig sichere Sichtbarkeit der Finsternis, weshalb etliche Sternfreunde ihr Glück woanders suchten. Dennoch - dafür, dass es der Morgen eines Werktags war und die 2. Nachthälfte, war die Sternwarte gut besucht. Ulli Rieth gelang u.a. ein Bild durch unseren Astrografen mit einer DSLR.

Er schrieb dazu in Meteoros.de
Ich war in der Außensternwarte der GvA Hamburg in Handeloh und habe mit dem dortigen 31.7 cm f/4.28 Astrographen fotografiert. Damit gab's dann in der partiellen Phase Belichtungszeiten von 1/1600s bei ISO 100. In der Nordheide hatten wir eine leichte, aber sehr transparente Hochnebeldecke, die mit zunehmender Verfinsterung aufgrund der fehlenden Anleuchtung praktisch unsichtbar wurde. Vorher gab es tolle Mondcoronen mit bis zu 5 Ringen, aber ab etwa Mitte der partiellen Phase verschwand die Corona und die Sterne wurden mehr und mehr, bis zu einem ganz netten Blick auf die Milchstraße. Zudem hatten wir schöne Bodennebelschwaden, die sich mal mehr und mal weniger hoch auftürmten. Ein phasenweise toller Anblick, wenn man sich mal vom Mond losreißen konnte.
Insgesamt war es für mich, wie für viele andere von denen ich gehört habe auch, die bei weitem dunkelste MoFi meiner Beobachtungshistorie. Wo man sonst noch türkis und blautöne in der Mondfärbung sehen konnte, gab es diesmal einfach nur braun bis schwarz, orange und am Rand leichtes gelb.
Was für mich am beeindruckendsten war, war die Analogie zu totalen Sonnenfinsternissen.
Bereits beim Beginn der totalen Verfinsterung, aber besonders spektakulär am Ende, gab es vom Aussehen her tolle Diamantring-Effekte.

 

Foto: U. Rieth, 4s, 400 ISO

Freitag, 21. August 2015

Eine ganze Nacht M31

Freitag - und ein klares Wochenende steht bevor. Der Mond ging, obwohl halb, bereits bei Beginn der astronomischen Nacht unter. Am Ende waren wir zu siebt. Wir beschlossen, getreu dem Motto "2 Stunden Gesamtbelichtungszeit ist nur ein Schnappschuss" mit verschiedenen kleineren Geräten, die auf der El Capitan mitfuhren, die ganze Nacht auf den Andromedanebel zu halten.
 Foto: Dietrich Kracht


Foto: Hartwig Lüthen

Es hat sich gelohnt. Hier ein Ergebnis durch eine  kleinen 75mm Apo.

Als die Nachführung funktionierte, hatten wir genug Zeit, mit dem großen Dobson die schönen Objekte des Sommerhimmels zu genießen.


Hartwig





Samstag, 23. Mai 2015

Basteln und Kraftsport zu Pfingsten

Am Pfingstsamstag trafen sich einige Untermüdliche zu einer größeren Bastelaktion. Zum einen war es nötig, ein paar Gehwegplatten zu verlegen, damit der große Dobson und die Besucher auch nachts sicheren Stand haben. Das die Platten  schwer sind, dürfte bekannt sein....Dennoch waren Helfer alle am Ende glücklich.



Video von Wolfgang Moldenhauer, Foto von Konstantin v. Poschinger

Ferner haben wir, auch bedingt durch den vorgeschriebenen grünen Anstrich des Containers, eine sehr große Aufheizung des Innenraums bei längeren Sonnenscheinphasen. Das beeinflusst  das Seeing insbesondere bei der Planetenbeobachtung. Jetzt wurde Abhilfe geschaffen. Hier sieht man Martin und Rainer neben ihrem Werk, dem kleinen Lüfter im Giebel. Der wird von einem Solarpanel auf dem Dach betrieben


 Sehr gelungene Aktion, die das Beobachten in unserer Sternwarte deutlich vereinfachen wird.




Freitag, 20. März 2015

20.3.2015: Sonnenfinsternis


Phasenweise waren 8 Beobachter und ein paar Besucher am 20.3. in der Sternwarte, um die Sonnenfinsternis zu verfolgen. Immerhin wurden über 80% der Sonnenscheibe im Maxium verdeckt. Ulli Rieth postete das folgende Bild per Smartphone direkt von der Sternwarte:



Die beiden "dicken Tüten" waren natürlich nicht verwendbar, aber unser 10cm-ED-Refraktor war im Einsatz. Und auch ein paar Privatgeräte nutzten die El Capitan zur Nachführung.  Ulli Rieth konnte am 10cm-Refraktor eine Serie der Sonnenfinsternis aufnehmen und sogar eine eindrucksvolle Videoanimation erstellen. Leider war gleich nach dem Maximum Schluss, als die Nebel des Grauens die Sternwarte verhüllten.








Samstag, 24. Januar 2015

Wetterkrimi und Komet

Komet Lovejoy lockte auch an diesem Tag Sacha Kirchberger und Hartwig Lüthen in die Sternwarte. Das Wetter war alles andere als sicher, aber wir konnten eine kurze Rückseitenaufklarung für einen weiteren Blick auf den Kometen nutzen.

180mm Teleobjektiv, gestackt auf Komet
180mm Teleobjektiv, gestackt auf Sterne und Komet

Sekanina-Larssen-Filter, Negativdarstellung

Samstag, 17. Januar 2015

Komet 2014 Q2 (Lovejoy ) passiert die Plejaden

Am 17/18.1.2015 war es nach langer Pause einmal wieder klar - zunmindest eine halbe Nacht. Komet C/2014 Q2 (Lovejoy) lockte ca. 15 Beobachter in die Außensternwarte. Schon beim Aufbauen das erste Highlight: Venus und Merkur am Abendhimmel dicht nebeneinander. Konni konnte mittels APCC an der El Capitan sogar ein Nachführung auf den Kometen produzieren. Vor der Hütte standen  allerlei private Geräte, und es entstand eine große Anzahl guter Kometenbilder. Visuell war mit unserem großen Dobson der Anblick spektakulär, der filigranen Gasschweif war eindeutig zu sehen. Noch sind nicht alle Bilder verarbeitet, aber hier sind ein paar Zwischenstände werden hier schon einmal gezeigt.

Der Komet stand direkt bei den Plejaden, wie diese schöne Bilderserie von Ulrich Rieth mit einem Canon 100mm -Tele eindeutig zeigt:

 auf den Kometen gestackt
auf die Sterne gestackt


Hartwig Lüthen hat es mit einem 75mm Refraktor ebenfalls versucht:





Und hier ein Bild von Konni, mit der 11002er Kamera und einem 130er Starfire


Jeweils auf die Bilder klicken für volle Auflösung.


Hartwig